Kursherbst 2013

Auch in diesem Herbst veranstalteten wir viele AHA-Kurse mit den unterschiedlichsten Teilnehmern. Am ersten Oktoberwochenende führten wir einen PALS-Kurs durch. Die Teilnehmer hatten alle das Ziel, für die präklinische Notfallversorgung von Kindern besser vorbereitet zu sein und die vorhandenen Kenntnisse zu wiederholen und zu vertiefen. Durch das Notfallspektrum des Kurses weit über die Standardsituationen im Rettungsdienst hinaus konnten alle Teilnehmer ein hohes Maß an Routine in den Denk- und Entscheidungsprozessen in der Kindernotfallmedizin gewinnen. Alle relevanten Algorithmen zu Atemstörungen, Schock, Rhythmusstörungen und Reanimation konnten geübt und aufgefrischt werden.

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Bereits ein Wochenende später waren die Instruktoren selber dran: Der alle zwei Jahre durchgeführte Refresher-Kurs für PALS mit dem anschließenden Instruktoren-Refresherkurs war fällig. In den Räumen der Rettungsschule trafen sich neben unseren eigenen vier PALS-Instruktoren noch weitere Teilnehmer aus Süddeutschland. Alle Instruktoren waren sehr motiviert bei der Sache, wiederholten alle Techniken aus dem PALS-Kurs und erörterten Neuigkeiten aus den Kurssystemen. Die Möglichkeit, mit anderen Instruktoren schwierige Fälle zu diskutieren und sich über Lehrmethoden und Problemlösungen auszutauschen, wurde rege genutzt. Johannes Kramer - Instruktorenausbilder vom Med-Con-Team aus Reutlingen - leitete den Kursus, überprüfte die praktischen Instruktorenleistungen und die theoretischen Kenntnisse durch einen schriftlichen Test. Ein gemeinsames Abendessen rundete das Wochenende ab.

Mitte November fand ein ACLS-Kurs in Hannover statt, Teilnehmer aus Deutschland und Afrika übten gemeinsam die Algorithmen und die Zusammenarbeit im Team. Durch die Eindrücke des in Afrika arbeitenden Arztes erhielten alle Kursteilnehmer und die Instruktoren Einblicke in Notfallversorgungssysteme außerhalb der Möglichkeiten einer „15-Minuten-Hilfsfrist“. Das Catering durch das Team der LEB-Hannover war wie immer ausgezeichnet und erleichterte allen die Anstrengungen des Kurses.

Ausbildung zum Notfallsanitäter / zur Notfallsanitäterin

Mit den anstehenden Veränderungen der Berufsbilder in der Notfallmedizin wird sich auch unser Ausbildungsangebot erweitern. Die Rettungsschule Lifetime wird die Ausbildung zum Notfallsanitäter anbieten, zunächst als Ergänzungslehrgang, später auch als Vollzeitausbildung.
Ab November informieren wir Sie auf unserer Webseite über den „Stand der Dinge“. Sollten Sie vorab bereits Fragen haben, freuen wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

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Vom 27.-31. Mai fand in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Georgsheil unser OrgLRD-Kurs statt. Die Teilnehmer kamen aus dem Landkreis Aurich, Landkreis Friesland und dem Rettungsdienst Juist. Neben der Schulung der Führungs- und Organisationsprinzipien wurden in Dioramen die verschiedensten Notfallsituationen durchgespielt. So konnten die Teilnehmer unterschiedliche Lösungswege für verschiedene Gefahrenlagen einüben. Neben Verkehrsunfällen mit mehreren Verletzten wurden mit verschiedenen Modellen Gefahrgutunfälle, Zugunglücke, Explosionen und Brände und Einsätze bei Terroranschlägen einsatztaktisch abgearbeitet.

Alle Teilnehmer waren konnten Ihr Wissen im Bereich Einsatztaktik erweitern und festigen. Einer der Kursleiter Sebastian Szkopek kommentierte „Ein schöner Kurs, bei dem neben den Sicherheitsaspekten für die Einsatzkräfte auch ganz besonders die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Versorgungsbereichen technischer Rettung, medizinischer Versorgung, Polizei und Notfallseelsorge geübt werden konnte.“


ACLS In-House Kurs

Gemeinsam mit dem DRK Stadt Emden veranstalteten wir einen In-House ACLS-Kurs für die Mitarbeiter. Auch hier zeigte sich wieder, dass ein bestehendes hohes Niveau durch Training erweiterter Algorithmen und Einbindung kommunikativer Fähigkeiten zusätzlich gesteigert werden kann. Gerade das Training der Versorgung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen unterschiedlichster Ausprägung führt zu mehr Sicherheit in der täglichen Arbeit. Alle Teilnehmer waren mit Freude und Elan bei der Sache, zudem konnten die beiden Kurstage effizient genutzt werden, da durch die Schulung im eigenen Betrieb die zusätzliche Anfahrtszeit entfällt.

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Besonders in grenznahen und küstennahen Rettungsdienstbereichen oder Hafenstädten wie Emden kann eine internationale Zertifizierung der Mitarbeiter durch solche ACLS-Kurse Vorteile bringen, da eine Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen jenseits der Grenzen wahrscheinlicher ist. Immer wieder erhalten wir Rückmeldungen von ehemaligen Teilnehmern, dass sie bei den seltenen gemeinsamen Einsätzen mit Kollegen ausländischer medizinischer Dienste froh darüber waren, dass zumindest medizinisch dieselbe Sprache gesprochen wird - ganz abgesehen von der noch weiter verbesserten Zusammenarbeit im eigenen Team im täglichen Dienst.

April 2013 - LRA und ACLS

Im April
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haben 7 Teilnehmer vom 08.-27.04. ihre Ausbildung zur Lehrrettungsassistentin/zum Lehrrettungsassistenten absolviert. Alle Teilnehmer nahmen mit Spaß und Engagement an dem Kurs teil. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg bei der Aus- und Weiterbildung ihrer Kollegen in den unterschiedlichen Rettungsdienstbereichen.
Schulleiter Heinz Tholema nach dem Kurs: „Es ist immer wieder schön, erleben zu dürfen, mit welchem Elan die engagierten Kollegen sich an die zukünftige Aufgabe machen. Wir freuen uns immer sehr, sie auf diesem Weg ein Stück begleiten zu können!“





Ebenfalls im
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April führten wir einen ACLS-Kurs durch. Dieser Kurs war insofern besonders, weil neben den Teilnehmern aus dem Rettungsdienst des Landkreises Aurich auch Schüler der laufenden Rettungsassistenten-Ausbildung den Kurs absolvierten. Währende wir sonst oft in AHA-Kursen die gute Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen sehen können, zeigt sich in diesen Kursen dann die großen Möglichkeiten dieser Kurse, gute Teamarbeit über Ausbildungsstufen hinweg zu etablieren. Die angehenden Rettungsassistenten haben damit auch die Chance genutzt, mit dem Abschluss der Berufsausbildung gleichzeitig eine international anerkannte Ausbildung zum ACLS-Provider zu haben, die oft für Praktika im Ausland gefordert ist.

1. Quartal 2013

Nachdem
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im Dezember 2011 die ersten nautischen Schiffsoffiziere medizinisch ausgebildet wurden, führte unser Kooperationspartner im März einen Auffrischungskurs durch. Da die Kursinhalte ja nicht zum täglichen Handwerk der Teilnehmer gehören, konnten wir ihnen wieder ein größeres Gefühl der Sicherheit im Umgang mit medizinischen Notfällen an Bord vermitteln. Besonders der hohe Anteil praktischer Übungen festigte und erweiterte die vorhandenen Kenntnisse.
Teil dieses Kurses war die Ausbildung in Wiederbelebung mit Basismaßnahmen und zusätzlicher Elektrotherapie mit Defibrillatoren. Volker Koch, ein AHA-Instruktor der Rettungsschule, sagt dazu: „Dieser Kurs war besonders spannend, da er uns erneut Einblicke verschaffte, auf welch hohem Niveau die Notfallversorgung auf den Fahrgastschiffen der ostfriesischen Inseln durchgeführt wird.“

Ebenfalls
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im März fanden sich Teilnehmer verschiedenster Medizin-Bereiche zu einem ACLS-Kurs in Norden ein: Eine Notärztin aus dem Raum Osnabrück, Rettungsassistenten aus dem Landkreis Wittmund, eine Altenpflegerin und ein Rettungsassistent der Firma „Northern Helicopter“, die u.a. Offshore-Rettungseinsätze in der Nordsee fliegt, absolvierten diesen international anerkannten Wiederbelebungskurs.
Die Kursleiter sahen sich in dem Konzept der AHA-Kurse bestätigt, Mitglieder der unterschiedlichsten Berufsgruppen so auszubilden, dass sie jederzeit auch mit einem sonst unbekannten Notfallteam eine hochwertige Versorgung nach internationalen Standards durchführen können - auch und gerade in einem multinationalen Umfeld in europäischen Grenzgebieten oder der Luftrettung.

Erster OrgLRD-Kurs in Norden

Seit Jahren bilden wir Mitarbeiter im Bereich der Notfallmedizin erfolgreich aus und fort. In diesem Jahr erweitern wir unser Angebot und bieten einen Kursus zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst an. Rettungsdienstmitarbeiter kommen selten in die Situation, bei größeren Schadenslagen eingesetzt zu werden. Entweder als Mitglied des ersteintreffenden Notfallteams oder geplant, weil sie/er eine Führungsfunktion innerhalb des Rettungsdienstes übernommen hat. Wenn dies jedoch geschieht, benötigt man besondere Kenntnisse und Fähigkeiten, um mit einer unübersichtlichen Notfallsituation mit mehreren/vielen Patienten die richtigen Entscheidungen zu treffen und eine optimale Versorgung zu gewährleisten.
Dieser Kurs vermittelt die organisatorisch-taktischen Fähigkeiten um bei Großschadenslagen den Rettungsdienst gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt und in Zusammenarbeit mit technischer Rettung und Polizei zu führen. Es werden zentrale Themen wie die rechtliche Stellung des OrgLRDs, Führungskompetenz, Kommunikationsmöglichkeiten und Umgang mit der Presse vorgestellt sowie die Aufgaben des OrgLRDs in ausgewählten Sonderlagen wie Amoklage oder Krankenhausevakuierung.

Sebastian Szkopek - LNA und einer der drei Kursleiter sagt zu diesem Kurs: „Dieser Lehrgang bereitet Sie gut auf Situationen vor, in denen die im Rettungsdienst übliche individuelle Patientenversorgung nicht sofort möglich ist. Sie erhalten Einblicke in die drei Phasen eines Großschadensereignisses (Selbstorganisations-, Rettungs-, Versorgungsphase) und lernen, die Versorgung eines Massenanfalls von Verletzten zu strukturieren und logistisch abzuarbeiten.“







Die Einträge aus den letzten Jahren finden Sie in unserem Archiv - siehe rechte Seite.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in das neue Jahr.