Rettungshelfer - Rettungssanitäter/In

Die Grundausbildung für beide Kurse ist identisch. Die vierwöchige schulische Ausbildung vermittelt Grundlagen der ersten Hilfe und erweiterte notfallmedizinische Maßnahmen - auch unter Nutzung moderner Medizintechnik. Die Teilnehmer können nach Abschluss des Kurses sowohl selbständig erweiterte erste Hilfe leisten, als auch Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten wirkungsvoll unterstützen. Alle dafür nötigen Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre werden während der Ausbildung vermittelt und Einsatzabläufe praxisnah in Echtzeit-Szenarien eingeübt.
Zu den wichtigen Tätigkeitsbereichen gehören u.a.:
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Nutzung von Defibrillatoren
  • Vorbereitung/Assistenz erweiterter Maßnahmen (z.B. Beatmungsmanagement, Medikamentengabe, EKG-Beurteilung)
  • Versorgung leicht- und schwerverletzter Patienten (Blutstillung, Schienung, Lagerung, Schockbekämpfung, psychologische Betreuung)
  • Versorgung schwer- oder lebensbedrohlich Erkrankter (Herzinfarkt, Schlaganfall, Vergiftungen)
  • Überwachung von Patienten (EKG, Blutdruck, Sauerstofftherapie)
  • Vorbereitung und Assistenz bei erweiterten Eingriffen (Infusionstherapie, Medikamentengabe, bis hin zur Assistenz bei Narkosen), schonender Transport von Notfallpatienten in die geeignete Zielklinik
  • [...]
Rettungshelfer belegen den vierwöchigen Kursus, an den sich ggf. noch ein Praktikum anschliesst.
Rettungssanitäter absolvieren nach dem Grundkurs zwei je vierwöchige Praktika im Krankenhaus und im Rettungsdienst. Danach findet ein einwöchiger Abschlusslehrgang statt, der mit einer staatlichen Prüfung endet.

Neu seit 2019: Aufbaumodul für staatlich geprüfte Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter
Das zweiwöchige Aufbaumodul für staatlich geprüfte Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter erfüllt den Zweck, die Teamarbeit zwischen RettSan und NotSan deutlich zu verbessern. Während in der regulären RettSan-Ausbildung notfallmedizinische Grundkenntnisse vermittelt werden, sorgt das Aufbaumodul dafür, den Kolleginnen und Kollegen weiterführende Algorithmen zur Verfügung zu stellen, die es ihnen erlauben, spezielle Notfallsituationen und deren fachgerechte Abarbeitung besser zu verstehen und so kompetenter als je zuvor der Notfallsanitäterin oder dem Notfallsanitäter als Teammitglied zur Seite zu stehen.
Dabei ist der Grundgedanke, dass bei zunehmender Kompetenz innerhalb des Berufsbildes „Notfallsanitäter/-in“ auch das Hintergrundwissen und die Handlungsfähigkeit der zweiten Kraft auf dem Einsatzfahrzeug gestärkt werden muss, damit das Team optimal zusammenarbeiten kann.

Während des Kurses werden folgende Themen behandelt:
  • ABCDE-Schema mit Erweiterungen
    • Rollenverteilung, Logistik, Kommunikation und Interaktion im Team
    • Eskalierendes Atemwegmanagement
    • Versorgungspfad „Obstruktive Atemnot“ mit Fallsimulationen
    • Basisreanimationsmaßnahmen
    • Erweiterte Reanimationsmaßnahmen
    • Postreanimationsalgorithmus
    • Versorgungspfad „Akutes Koronarsyndrom“ mit Fallsimulationen
    • Versorgungspfad „Kardiales Lungenödem“ mit Fallsimulationen
    • Versorgungspfad „Lungenarterienembolie“ mit Fallsimulationen
    • Versorgungspfad „Hypertensiver Notfall“ mit Fallsimulationen
    • Versorgungspfad „Bradykardie“ mit Fallsimulationen
    • Versorgungspfad „Tachykardie“ mit Fallsimulationen
    • Anatomie und Physiologie des Nervensystems
    • Versorgungspfad „Apoplex“ mit Fallsimulationen
    • Pathophysiologie des Schocks
    • Trauma-Management Einzelmaßnahmen
    • Trauma-Management-Algorithmus mit Fallsimulationen

Termine:
RettSan-Aufbaumodul, Kurs 1
1. Woche vom 17.02.20 – 21.02.20
2. Woche vom 16.03.20 – 20.03.20

RettSan-Aufbaumodul, Kurs 2
1. Woche vom 30.11.20 – 04.12.20
2. Woche vom 14.12.20 – 18.12.20

Gebühr: € 475,00/Person